Vereinssatzung theaterhoch5 e.V.

§ 1     Name, Sitz und Geschäftsjahr

1.1         Der Verein trägt den Namen „Theater Hoch 5“.

1.2         Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt danach den Zusatz „e.V.“.

1.3         Der Sitz des Vereins ist Hersbruck.

1.4         Das Geschäftsjahr des eingetragenen Vereins ist das Kalenderjahr.

 

§ 2     Zweck und Aufgaben des Vereins

2.1         Zweck des Vereins ist

·      die Förderung psychisch erkrankter Menschen (Betroffener) durch gesellschaftliche Integration und Rehabilitation Betroffener mittels einer praktischen Verbindung von künstlerischen und sozialtherapeutischen Aktivitäten sowie

·      der Abbau von Vorurteilen und Förderung der Akzeptanz gegenüber Menschen mit psychischer Erkrankung, Behinderung oder Beeinträchtigung in der Bevölkerung sowie

·      die Förderung der persönlichen Flexibilität Betroffener im Umgang mit gesellschaftlichen Rollenbildern und individueller Ausdrucksfähigkeit,

·      die Entwicklung und Förderung von Schlüsselkompetenzen Betroffener im soziokulturellen Bereich und

·      die Förderung des Selbstwertes der Betroffenen durch ressourcenorientiertes Arbeiten.

 

2.2         Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

·      eine integrative Theatergruppe, in der Menschen mit und ohne psychische Erkrankung in der Theaterarbeit angeleitet und ausgebildet werden. Dabei soll den Teilnehmern ein ganzheitliches Bild von Theaterarbeit vermittelt werden,

·      regelmäßige Trainings mit den Schwerpunkten Körperarbeit, Stimm- und Sprechtechnik, Improvisation, Rollenarbeit und Persönlichkeitsbildung,

·      Kooperationen mit anderen Einrichtungen für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung oder Erkrankung,

·      aktive Teilnahme an Festivals für integratives Theater und

·      Aufbau und Ausbau der kulturellen Landschaft von Hersbruck durch regelmäßige Präsentationen der Theaterarbeit in Form öffentlicher Aufführungen sowie

·      die Förderung des künstlerischen Ausdrucks und kreativen Potentials mithilfe sozial integrativer Theaterarbeit.

 

§ 3     Gemeinnützigkeit

3.1         Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

3.2         Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3.3         Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in Ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

3.4         Durch den Vorstand können zur Erreichung des Vereinszwecks Geschäftsführer, angestellte und ehrenamtliche Mitarbeiter und Honorarkräfte (Hilfspersonen) berufen oder beauftragt werden. Über notwendig gewordene Entlassungen entscheidet ebenfalls der Vorstand. Der Vorstand stellt in der Beauftragung der Hilfsperson vertraglich sicher, dass der Verein den Inhalt und den Umfang der Hilfspersonentätigkeit im Innenverhältnis bestimmen kann. Der Vorstand prüft das Handeln der Hilfspersonen auf inhaltliche Zielgerichtetheit und Übereinstimmung bezogen auf den satzungsmäßigen Zweck.

 

§ 4     Mitgliedschaft

4.1         Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, Personenvereinigungen sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts werden, welche die Ziele des Vereins (§2) unterstützen. Jede juristische Person, Personenvereinigung, Körperschaft oder Anstalt des öffentlichen Rechts entsendet bis zu zwei stimmberechtigte Vertreter in die Mitgliederversammlung.

4.2         Der Verein hat folgende Mitglieder:

·      Aktive Mitglieder: Sie sind zur Zahlung des Mitgliedsbeitrages verpflichtet. Sie sind in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt und sind bei der Wahl des Vorstandes wählbar und wahlberechtigt.

·      Fördernde Mitglieder: Sie sind zur Zahlung des ermäßigten Mitgliedsbeitrages verpflichtet. Sie haben in der Mitgliederversammlung kein Stimmrecht und sind nicht wählbar aber wahlberechtigt.

4.3         Jedes Mitglied hat einen Mitgliedsbeitrag als Jahresbeitrag zu entrichten. Die Mitglieder setzen die Höhe des Jahresbeitrags durch Selbsteinschätzung fest. Als Richtsatz gilt für aktive Mitglieder ein Jahresbeitrag von mindestens EUR 120, für fördernde Mitglieder ein Jahresbeitrag von mindestens EUR 100. Die Mitgliederversammlung ist berechtigt, die Richtsätze neu festzusetzen.

4.4         Der Mitgliedsbeitrag ist regelmäßig zum 31.01. des Kalenderjahres fällig. Bei Eintritt während des laufenden Kalenderjahres ist der Mitgliedsbeitrag in voller Höhe sofort fällig.

4.5         Der schriftliche Antrag auf Erwerb der Mitgliedschaft ist an den Vorstand zu richten, welcher über die Aufnahme entscheidet. Das Nähere regelt die Geschäftsordnung.

 

§ 5     Beendigung der Mitgliedschaft

5.1         Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt des Mitglieds, durch Streichung des Mitglieds von der Mitgliederliste, durch Ausschluss aus dem Verein oder durch den Tod des Mitglieds.

5.2         Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstands. Er kann nur unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Quartals erfolgen. Der Jahresbeitrag ist für das laufende Rechnungsjahr voll zu entrichten. Eine Erstattung aller bis dahin entrichteten Beiträge, Förderungen und sonstigen Zuwendungen ist nicht möglich.

5.3         Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Zahlung des Beitrags im Rückstand ist. Die Streichung darf erst beschlossen werden, nachdem seit der Absendung des zweiten Mahnschreibens drei Monate verstrichen und die Beitragsschulden nicht beglichen sind. Die Streichung ist dem Mitglied mitzuteilen.

5.4         Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen gröblich verstoßen hat, durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich vor dem Vorstand oder schriftlich zu rechtfertigen. Eine schriftliche Stellungnahme des Betroffenen ist in der Vorstandssitzung zu verlesen. Der Beschluss über den Ausschluss ist mit Gründen zu versehen und dem Mitglied mittels eingeschriebenen Briefes bekanntzumachen. Gegen den Ausschließungsbeschluss des Vorstands steht dem Mitglied das Recht der Berufung an die Mitgliederversammlung zu. Die Berufung hat aufschiebende Wirkung. Die Berufung muss innerhalb einer Frist von einem Monat ab Zugang des Ausschließungsbeschlusses beim Vorstand schriftlich eingelegt werden. Ist die Berufung rechtzeitig eingelegt, so hat der Vorstand innerhalb von zwei Monaten die Mitgliederversammlung zur Entscheidung über die Berufung einzuberufen. Geschieht das nicht, gilt der Ausschließungsbeschluss als nicht erlassen. Macht das Mitglied von dem Recht der Berufung gegen den Ausschließungsbeschluss keinen Gebrauch oder versäumt es die Berufungsfrist, so unterwirft es sich damit dem Ausschließungsbeschluss mit der Folge, dass die Mitgliedschaft als beendet gilt.

 

§ 6     Organe des Vereins

6.1     Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

 

§ 7     Vorstand

7.1         Der Vorstand des Vereins besteht aus drei Mitgliedern, nämlich dem Vorsitzenden und zwei Stellvertretern.

7.2         Die Amtsperiode eines Vorstands dauert 3 Jahre und beginnt am Tag der Wahl.

7.3         Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, in der insbesondere die Aufgabenverteilung der Vorstandsmitglieder und die Wahl des Vorstands geregelt werden.

7.4         Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich von seinem Vorsitzenden vertreten. Der Vorsitzende ist zur Alleinvertretung berechtigt. Vertretungsregelungen für den Fall der Verhinderung des Vorsitzenden regelt die Geschäftsordnung.


7.5         Der Vorstand ist für die Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Er hat vor allem folgende Aufgaben:

·      Vorbereitung der Mitgliederversammlung und Aufstellung der Tagesordnungen,

·      Einberufung der Mitgliederversammlung,

·      Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,

·      Aufstellung des Haushaltsplans für jedes Geschäftsjahr, Buchführung, Erstellung eines Jahresberichts,

·      Abschluss und Kündigung von Arbeits- und Dienstverträgen,

·      Beschlussfassung über Aufnahme, Streichung und Ausschluss mit Mitgliedern.

7.6         Abweichend von anderslautenden gesetzlichen Regelungen, insbesondere dem ab 01.01.2015 geltenden § 27 Abs. 3 Satz 2 BGB kann die Mitgliederversammlung für den gesamten Vorstand oder nur für einzelne Mitglieder des Vorstandes beschließen, dass diese entgeltlich für den Verein tätig werden. Die Höhe des Entgelts ist durch die Mitgliederversammlung zu beschließen und in der Geschäftsordnung zu regeln.

7.7         Nachgewiesene Aufwendungen können den Mitgliedern des Vorstandes ersetzt werden. Ob und in welcher Höhe Aufwandsersatz geleistet wird, regelt die Geschäftsordnung.

 

§ 8     Mitgliederversammlung

8.1         In der Mitgliederversammlung hat jedes aktive Mitglied bei Abstimmungen eine Stimme. Dies gilt auch für juristische Personen, die gemäß § 4 zwei Teilnehmer in die Mitgliederversammlung entsenden dürfen. Können sich die beiden Teilnehmer bei Abstimmungen nicht auf ein Votum einigen gilt die Stimme als nicht abgegeben.

8.2         Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen.

8.3         Die Mitgliederversammlung ist ausschließlich für folgende Angelegenheiten zuständig:

·      Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes

·      Entlastung des Vorstandes

·      Entgegennahme der Jahresberichte des Vorstands

·      Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplans für das nächste Geschäftsjahr

·      Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit der Richtsätze des Jahresbeitrags

·      Beschluss über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins

·      Beschluss über die Beschwerde gegen die Ablehnung des Aufnahmeantrags sowie über die Berufung gegen einen Ausschließungsbeschluss des Vorstands

8.4         In Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des Vorstands fallen, kann die Mitgliederversammlung Empfehlungen an den Vorstand beschließen. Der Vorstand kann seinerseits in Angelegenheiten seines Zuständigkeitsbereichs die Meinung der Mitgliedsversammlung einholen.

8.5         Über die Mitgliederversammlung wird ein Protokoll angefertigt, welches die gefassten Beschlüsse wiedergibt. Das Protokoll ist durch den Schriftführer zu fertigen und durch ihn und den Vorsitzenden des Vorstands zu unterzeichnen. Zum Protokollführer kann durch den Vorsitzenden auch ein Nichtmitglied bestimmt werden.

 

§ 9     Einberufung der Mitgliederversammlung

9.1         Die Mitgliederversammlung wird mindestens einmal jährlich, möglichst im letzten Quartal, durch den Vorstand einberufen.

9.2         Zu der Mitgliederversammlung wird unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung eingeladen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekanntgegebene Adresse gerichtet ist.

9.3         Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Jedes Mitglied kann bis zu 2 Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich Anträge zur Tagesordnung stellen. Die Annahme dieser Anträge obliegt dem Vorstand.

 

§ 10 Die Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

10.1     Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden und im Falle seiner Verhinderung von einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Leiter.

10.2     Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Der Versammlungsleiter kann Gäste zulassen.

10.3     Jede ordnungsgemäße einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder beschlussfähig.

10.4     Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst; Stimmenthaltungen bleiben daher außer Betracht. Zur Änderung der Satzung ist jedoch eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen gültigen Stimmen, zur Auflösung des Vereins eine solche von 2/3 erforderlich. Eine Änderung des Zwecks des Vereins kann nur mit Zustimmung aller Mitglieder beschlossen werden.

 

§ 11 Außerordentliche Mitgliederversammlung

11.1   Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird durch den Vorstand einberufen, sofern dies im Interesse des Vereins erforderlich ist oder die Einberufung durch 1/3 der Mitglieder schriftlich verlangt wird. Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten §§ 8-10 entsprechend.

 

§ 12 Datenschutz

12.1     Im Rahmen der Mitgliederverwaltung werden von den Mitgliedern unter anderem folgende Daten erhoben: Name, Vorname, Alter, Wohnort, Einrichtung, ggf. gesetzlicher Betreuer etc. Näheres regelt die Geschäftsordnung.

12.2     Diese Daten werden im Rahmen der Mitgliedschaft verarbeitet und gespeichert. Der Verein veröffentlicht Daten seiner Mitglieder (auf der Homepage, der Vereinszeitschrift, dem Schwarzen Brett, dem Schaukasten) nur, wenn die Mitgliederversammlung einen entsprechenden Beschluss gefasst und das Mitglied nicht widersprochen hat.

 

§ 13 Auflösung des Vereins

13.1     Der Verein kann durch einen Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden.

13.2     Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, ist der Vorsitzende vertretungsberechtigter Liquidator. Dies gilt entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

 

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung zur Förderung der Inklusion psychisch erkrankter Menschen.


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Vereinssatzung theaterhoch5 e.V.
Offizielle Fassung der Vereinssatzung von theaterhoch5 e.V.
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